Gemeinde Kolbingen, zwischen Himmel und Höhle - Aktuelles

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Gemeinde Kolbingen

26.10.2017 • Seniorenkonzept wird vom Land ausgezeichnet

Kolbingen ist einer der Preisträger beim Ideenwettbewerb des Landes zur Strategie "Quartier 2020 - Gemeinsam - Gestalten". Darüber freuen wir uns sehr. Auch über das Preisgeld von  50.000 Euro. Die Preisverleihung findet am 23.11.2017 in Stuttgart statt.

Gewürdigt wird unser Projekt:

Aufbau eines Netzwerks "Leben und Wohnen im Alter in Kolbingen."
Der Kernpunkt des Konzepts ist eine selbstverantwortete ambulante Wohngemeinschaft mit Begegnungsstätte und angegliederten Service-Wohnen in Eigentumswohnungen. Weitere Stichworte sind Verhinderungspflege /ambulante Kurzzeitpflege.

Bürgermeister Konstantin Braun "Der Preis bedeutet für uns die Würdigung eines breiten Bürgerbeteiligungsprozesses mit konkreten und umsetzbaren Ergebnissen. Gleichzeitig ist er eine Anerkennung für jeden Bürger der mitgemacht hat. Dass wir einer der Preisträger sind unterstreicht auch die fachliche Qualität des Konzepts und macht für die Umsetzung Mut. In einem starken Teilnehmerfeld konnten wir punkten und uns behaupten". 


Das Ministerium für Soziales und Integration teilt zum Wettberb mit: Baden-Württemberg zeichnet landesweit 53 innovative Konzepte zur Quartiersentwicklung aus

Das Ministerium für Soziales und Integration zeichnet insgesamt 53 innovative Ideen und Konzepte von Kommunen im Land zur Quartiersentwicklung aus. Insgesamt waren 147 Kommunen aus ganz Baden-Württemberg dem Aufruf zum Ideenwettbewerb gefolgt. Die Preisgelder für die 53 ausgezeichneten Ideen belaufen sich auf insgesamt 2,7 Millionen Euro. 

"Fast jede siebte Kommune im Land hat sich beworben. Die enorme Resonanz zeigt, dass wir mit der Quartiersentwicklung ein wichtiges Thema aufgreifen, das die Menschen im Land bewegt und auch von den Verwaltungen bereits auf diversen Ebenen angegangen wird. Ich bin begeistert, auf welche kreative und unterschiedliche Weise das im ganzen Land passiert", so Minister Manne Lucha, der die Preisträger gemeinsam mit Staatssekretärin Bärbl Mielich bekannt gab. Die Preisgelder für die 53 ausgezeichneten Ideen belaufen sich auf insgesamt 2,7 Millionen Euro, Auszeichnungen gab es in Höhe von bis zu 100.000 Euro.

Ausgezeichnete Ideen: Vielfältig, kreativ und mit Vorbildcharakter
Unter dem Vorsitz von Staatsekretärin Bärbl Mielich hatte eine dreizehnköpfige Jury die 53 besten Projektideen ausgewählt und prämiert. „Für uns war besonders wichtig, dass die Ideen passgenau für die Situation vor Ort sind, und dass die Bürgerinnen und Bürger direkt in die Entwicklung und Umsetzung der Ideen eingebunden sind", so Mielich.

Preisträger aus ganz Baden-Württemberg
Die 53 Preisträger des Ideenwettbewerbs kommen aus ganz Baden-Württemberg - den Metropolen, den Ballungsgebieten und dem ländlichen Raum (siehe Karte). Aber nicht nur räumlich sei das Thema im ganzen Land verankert, so Mielich: „Unter den Preisträgern sind ‚alte Hasen‘, die seit mehreren Jahrzehnten Quartiersentwicklung betreiben, aber auch Kommunen, die sich erstmals mit dem Thema beschäftigen und in den Diskurs mit ihren Bürgern eingetreten sind." Minister Lucha sagte: „Für uns ist der Ideenwettbewerb ein wichtiger Auftakt, durch den wir viele wertvolle Ansatzpunkte für unsere Landesstrategie ‘Quartier 2020 - Gemeinsam.Gestalten.‘ erhalten haben - und das nicht nur von den Preisträgern, sondern von allen Kommunen, die einen Beitrag eingereicht haben. Die gesammelten Ideen und Konzepte wollen wir in den kommenden Jahren gemeinsam mit den Kommunen im Land laufend weiterentwickeln." Die Preisträger werden auf einer festlichen Preisverleihung am 23. November 2017 in Stuttgart geehrt.


Die Landesstrategie „Quartier 2020 - Gemeinsam.Gestalten."
Die Strategie des Ministeriums für Soziales und Integration „Quartier 2020 - Gemeinsam.Gestalten." begleitet und unterstützt Kommunen bei der Etablierung und Weiterentwicklung von Quartieren vor Ort. Dabei stehen insbesondere die Herausforderungen durch den demografischen Wandel im Mittelpunkt.

Quartiere sind lebendige soziale Räume, in die Menschen sich einbringen, Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig unterstützen. Die Grenzen eines Quartiers sind somit nicht klar fixiert. Vielmehr ist es ein persönlich-räumlicher Bezugsrahmen, mit dem sich die Menschen identifizieren - das kann beispielsweise ein Straßenzug, eine Nachbarschaft, ein Stadtteil oder ein ganzes Dorf sein.

Ziel der Quartiersentwicklung ist es, den sozialen Lebensraum in den Nachbarschaften, Stadtvierteln, Dörfern und Gemeinden zu stärken und eine hohe Lebensqualität sowie Teilhabe für alle dort lebenden Menschen zu ermöglichen. Quartiersentwicklung eröffnet die Chance, das Zusammenleben der Generationen und das Leben im Alter neu zu organisieren und dem steigenden Bedarf an Pflege- und Unterstützungsstrukturen gerecht zu werden. Die Kommune ist dabei als „Motor im Sozialraum" federführend. Die Landesstrategie soll die Kommunen bei der Etablierung und Weiterentwicklung von Quartieren vor Ort unterstützen.